Warum es sich lohnt, auf PET Flaschen zu verzichten

Warum es sich lohnt, auf PET Flaschen zu verzichten

Seit Jahren demonstrieren Experten und Umweltschützer die Risiken von vermehrtem Plastikkonsum. Vor allem die allseits bekannte PET Flasche steht immer wieder im Fokus der Debatten. Forscher raten vom Kauf dieser aus Polyethylen-Terephthalat hergestellten Flaschen ab, da sie nicht nur umwelts-, sondern auch gesundheitsschädlich sein sollen. Als Alternative wird empfohlen, eine Trinkflasche aus Glas oder Copolyester zu wählen.

Die Risiken einer PET Flasche

Oberflächlich betrachtet, ist die PET Flasche ein menschliches Meisterwerk. Nahezu ohne Eigengewicht, extremst stabil und unzerstörbar – die ideale Methode zum Transport und Verkauf von Getränken. Doch die Nachteile und Gefahren der PET Flaschen liegt im Verborgenen. Und auch wenn sie nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind, bedrohen sie nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch das menschliche Leben. Folgende Nachteile haben Flaschen aus Polyethylenterephthalat:

  • Herstellung aus fossilen Rohstoffen
  • Umweltbelastung durch enorme Haltbarkeit
  • Getränke in PET Flaschen bleiben nicht lange frisch
  • Gasdurchlässig d.h. Kohlensäure verfliegt schnell
  • Beinhalten hormonell wirksame Substanzen (Gefahr für Schwangere)
  • Beinhalten Acetaldehyd, das gesundheitsschädlich ist und den Geschmack des Getränks verändert
  • Beinhalten krebserregendes O-Methyl-Carbamat

Alternativer Griff zur Glasflasche

Dass Glasflaschen wesentlich umweltfreundlicher sind als PET Flaschen ist allseits bekannt. Gerade durch das deutsche Pfandsystem, werden Glasflaschen zu einem sehr hohen Anteil recycelt und wiederverwendet. Die Pfandflaschen werden gereinigt, getestet und anschließend wieder befüllt. Im Durchschnitt kann eine Mehrwegflasche aus Glas bis zu 40mal wiederverwendet werden. Doch selbst wenn eine Glasflaschen einmal kaputt gehen sollte, oder Mängel aufweist und somit nicht mehr verkauft werden darf, ist der Lebenslauf des Glases noch lange nicht vorbei. Im Gegensatz zu Plastikflaschen, können beschädigte Glasflaschen eingeschmolzen werden und zu einem neuen Flüssigkeitsbehälter gegossen werden.

Ein großer Vorteil von Glasflaschen ist, dass sie geschmacksneutral sind. Im Gegenteil zu Plastikflaschen nehmen sie auch bei hoher Sonneneinstrahlung keine Wirkstoffe auf, die den Geschmack des Getränks verändern können. Auch Kohlensäure geht durch die absolute Dichte von Glas nicht verloren.

Trotz dieser Vorteile lohnt sich für viele der Griff zu einer Glasflasche dennoch nicht. Selbst wenn die Flasche ökologisch gesehen, der PET Flasche um einiges überlegen ist, ist sie für Unternehmer trotzdem weniger lukrativ. Obgleich Glasflaschen wiederverwendbar sind, sind sie in der Herstellung dennoch teurer als herkömmliche Plastikflaschen. Zusätzlich macht das erhöhte Gewicht einer Glasflasche diese Alternative bei Konsumenten unbeliebter. Viele sorgen sich außerdem um ihre Gesundheit. Da Glas zerbrechlich ist, befürchten viele eine erhöhte Verletzungsgefahr.

Tritan – das ökologische Plastik

Tritan, oder auch Copolyester, ist ein besonders beliebter Kunststoff für Mehrwegflaschen. Es handelt sich hierbei um einen besonders stabilen, aber auch leichten Kunststoff, der, anders als Plastik, kein Bisphenol A, kurz BPA, enthält. Diese Chemikalie ist dafür bekannt, bereits in kleinster Dosis das menschliche Hormonsystem durcheinanderzubringen. Gerade für Schwangere kann dies mitunter sehr gefährlich sein. Tritan ist geschmacksneutral, das heißt, dass der Stoff selbst bei extremen Bedingungen, keine Aromen ins Getränk abgibt. Copolyester ist das ideale Material für langlebige Trinkflaschen, wie beispielsweise für Kinder. Es ist so robust, dass es auch das Waschen in einer Spülmaschine einwandfrei überlebt.

Der einzige Kritikpunkt an Tritan ist, dass das Material noch recht neu und vergleichsweise unerforscht ist. Es kann also nicht garantiert werden, ob es nicht doch Schadstoffe enthält und in die Flüssigkeit abgibt. Dennoch ist sich die Forschung sicher, dass Copolyester, verglichen mit alternativen Flüssigkeitsbehältern, am wenigsten gesundheitsgefährdend ist. Außerdem ist die Wiederverwendungs- und Recycelquote wesentlich höher als bei herkömmlichen Plastikflaschen.

Updated Date: 16 Mai 2019 05:44

Recep KARACA

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